Gott ist. Gott spricht.
Gott ist. Gott spricht. Das sind die zwei Axiome unseres biblisch-christlichen Glaubens. Auf diesen beiden Säulen ruht der Himmel und die Erde. "Gott ist." besagt, dass Gott das Sein begründet. Er ist die Wirklichkeit. Er ist alle Existenz. Ohne Gott gäbe es kein Sein, keine Wirklichkeit, nur Nichts. Die Realität, die wir kennen, und auch diejenige, die wir nicht mit unseren Sinnen erfassen können – die unsichtbare Welt, hat ihre Existenz in Gott. Gott ist und alles Sein ist in ihm.
"Die Sprache ist die Sprache der Vernunft selbst." (Hans-Georg Gadamer) Wenn Gott spricht, ist damit gesagt, dass er ein vernünftiges Wesen ist, keine Kraft- oder Energiequelle, nicht das höchste Prinzip aber auch nicht einfach eine Idee, die jeder füllt, wie er will. Weil Gott spricht, ist er zu vernehmen und wir sind in die Verantwortung gestellt zu hören. Das Kreuz Jesu Christi ist der Sprachort schlechthin. In diesem historischen Ereignis spricht Gott uns Menschen an. Er zeigt uns einerseits, wer wir sind und andererseits, wer Er ist.
Wer ist der Mensch?
Friedrich Nietzsche hat treffend erkannt, was das Kreuz Jesu Christi über uns Menschen aussagt.
Wohin ist Gott? rief er, ich will es euch sagen! Wir haben ihn getödtet, — ihr und ich! Wir Alle sind seine Mörder! Aber wie haben wir diess gemacht? Wie vermochten wir das Meer auszutrinken? Wer gab uns den Schwamm, um den ganzen Horizont wegzuwischen? Was thaten wir, als wir diese Erde von ihrer Sonne losketteten? Wohin bewegt sie sich nun? Wohin bewegen wir uns? Fort von allen Sonnen? Stürzen wir nicht fortwährend? Und rückwärts, seitwärts, vorwärts, nach allen Seiten? Giebt es noch ein Oben und ein Unten? Irren wir nicht wie durch ein unendliches Nichts? Haucht uns nicht der leere Raum an? Ist es nicht kälter geworden? Kommt nicht immerfort die Nacht und mehr Nacht?
Das Kreuz stellt uns unter die ungeheure Anklage, den Ursprung und Quell des Lebens getötet zu haben.
Wer ist Gott?
Aber die Anklage des Kreuzes ist nicht das letzte Wort. Das Kreuz und das Grab Jesu Christi sind leer. Er ist auferstanden. Er lebt. Gott beantwortete den Hass, der ihm entgegenschlug mit Liebe. Gott ist Liebe. Die Liebe aber "kann nicht zerstören, sondern nur verwandeln, was ihr entgegensteht." (Eberhard Jüngel) So hat Gott durch seinen Tod den Tod verschlungen und so Leben und Licht in unsere Dunkelheit gebracht. Weil Jesus Christus, also Gott, am Kreuz gestorben und dann auferstanden ist, gibt es Hoffnung für dich.
Dein Sprachort
Der Begriff "Sprachort" stammt aus dem Alten Testament der Bibel und bezeichnete den innersten Raum von Gottes Heiligtum. Es war der Ort der Gottesbegegnung. Seit der Zerstörung des letzten Tempels in Jerusalem im Jahr 70 n. Chr. gibt es lokal-geographisch keinen solchen Ort mehr. Aber das bedeutet nicht, dass es den Sprachort nicht mehr gibt. Sprachort ist heute überall, wo Gottes Rede gehört wird. Einen solchen Ort wollen wir für dich sein.
- Sprachort ist ein Ort der Aussprache.
Indem du dein Problem in Worte kleidest, entstehen Lösungen. - Sprachort ist ein Ort der Ansprache.
Indem wir uns von Gott ansprechen lassen, geschieht Veränderung. - Sprachort ist ein Ort der Zusprache.
Indem wir tun, was Gott sagt, wächst Hoffnung.
Gesprächstherapie in Sitzungen
Konkret unterscheidet sich die Begleitung durch uns nicht von klassischer Gesprächstherapie. Vielleicht kennst du Viktor Frankl's Existenzanalyse und Logotherapie. Aus psychotherapeutischer Perspektive gehen unsere Ansätze in eine ähnliche Richtung. Aus inhaltlicher Sicht stützen wir uns auf das biblisch-christliche Verständnis.
Kosten und Anderes
Der Sprachort soll grundsätzlich jedem offen stehen. Natürlich leben auch wir nicht nur von Luft und Liebe. Doch die administrativen Details sind uns zweitrangig. Zuerst möchten wir dich kennenlernen. Um dann, wenn wir deine Situation etwas verstehen, mit dir einen Weg zu finden, der für uns beide passt.
Deshalb ist die erste Sitzung in jedem Fall kostenlos. Danach darfst du dich an einem Richtwert von CHF 50 pro Sitzung (ca. 45min) orientieren.
Damit wir beide planen könne, müssen wir uns an abgemachte Termine halten. Es gibt immer Umstände, welche die Wahrnehmung einer Sitzung verunmöglichen. Gib uns spätestens 24h vor dem abgemachten Zeitpunkt Bescheid, ansonsten behandeln wir die Sitzung als verrechenbar.
Abgrenzung
Die therapeutische Begleitung durch uns ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung. Vielmehr ergänzen wir solche.
Unser Weg
Wir sind durch dunkle Täler gegangen. Wir haben kalte, nicht endende Nächte durchlebt und die Tränen der Einsamkeit geweint. Die Last des Nichts hat uns bedroht und die Peitsche der Sucht unseren Rücken zerfurcht. Wir sind ganz normale Menschen mit einem ganz normalen Leben in einer Welt, die sich manchmal so ganz unnormal anfühlt. Wir stehen in der Reihe der Leidenden. Wir sind nichts besonderes.
Vielleicht ungefähr so wie du?
Das Kreuz Jesu Christi machte aus unserem Leiden ein Leben. Im Kreuz öffnete sich uns das Tor zum Leben. Durch dieses Sterbenstor sind wir zum Leben gekommen und fortan leben wir von ihm her. Die Botschaft der Bibel öffnete uns eine neue Sicht auf die nagenden Fragen des Lebens; diese drückenden Rätsel des Seins. Seit wir diesen Weg beschritten haben, ist zwar nicht alles klar - im Gegenteil, viele neue Fragen kamen dazu, aber alles wird von einer Ruhe durchwoben. Wir dürfen gegründet sein in Gott. Wir dürfen vom Kreuz her leben. Das wünschen wir auch dir! Diesen biblisch-christlichen Weg vom Kreuz her möchten wir dir weisen. Das ist die Hoffnung, die wir haben: mors ianua vitae!
Unser Bekenntnis
Wir stehen auf den Schultern der Reformatoren. In Anlehnung an die Worte des Apostels Petrus, als er vor dem Sanhedrin seinen Glauben verteidigte, bekennen wir:
Gott, der allmächtige Schöpfer und liebende Vater, ist die höchste Autorität.
Er, der Gott des Alten Bundes hat durch die Auferweckung seines Sohnes, Jesus Christus, nachdem ihn jeder von uns mit seiner Sünde gekreuzigt hatte und er gestorben ist, den Neuen Bund gestiftet, indem er Jesus zum Urheber und Spender des Heils gemacht hat.
Israel, dem Volk Gottes, schenkt Gott in Jesus Busse und Vergebung der Sünden.
Gottes Volk ist die bezeugende Gemeinschaft der Glaubenden, die Kirche, die sich versammelt im Heiligen Geist, in der Unterordnung unter Gott.
Das Team
Meine Frau Renata und ich (Christian) sind seit 2010 ein Team. Emotional werden wir von unseren beiden Hunden, Louisa und Ishi, unterstützt. Meiner Erstausbildung nach bin ich Informatikingenieur und in diesem Geschäft verdiene ich unsere Brötchen. Doch mein Herz schlägt für die Theologie. Deshalb studierte ich berufsbegleitend Theologie in Zürich und Johannesburg; nun bin ich Doktorand an der University of Pretoria und forsche zum Thema Leiden. Nach Karl Barth ist Theologie zwingend eine Funktion der Kirche und also der Menschen. Wenn Theologie nicht im Leben funktioniert, hat sie ihre Relevanz verloren. Deshalb ist es mein Anliegen dem Leiden zu begegnen, indem ich biblische Theologie therapeutisch anwende.
Qualitätssicherung
Die Komplexität der Problemstellungen verlangt nach einer breiten Abstützung. Neben der persönlichen Weiterbildung und dem interdisziplinären Austausch stehen wir für medizinische Fragen unter der Supervision von Dr. med. Andreas Zurbuchen; für therapeutisch-theologische Fragen nehmen wir die Expertise von Thomas Wohler, Leiter Martin Bucer Seminar Zürich, in Anspruch.
Standort
Unser Sprachort ist in Turbenthal. Wir sind aber nur nach Terminvereinbarung dort. Nimm deshalb unbedingt vor einem Besuch Kontakt mit uns auf. Wir freuen uns auf dich.
Online
Sollte ein Treffen vor Ort nicht möglich sein, können wir uns auch online treffen.